Fahrradklima-Test: 1. September bis 30. November 2022

 

Nr. 25/2022, Düsseldorf, 31.08.2022

 

ADFC Fahrradklima-Test startet am 1. September 2022

 
Wie fahrradfreundlich sind die Städte und Gemeinden in NRW? Über diese Frage können Bürgerinnen und Bürger in allen nordrhein-westfälischen Städten ab heute (1. September 2022) online abstimmen und dazu Schulnoten vergeben.

Dabei geht es auch um die Frage, wie gut Schulen, Geschäfte und Arbeitsstätten mit dem Fahrrad erreichbar sind. Die Kernfrage lautet: „Ist Radfahren in deiner Stadt Spaß oder Stress?“

Der Fahrradklima-Test des Fahrrad-Clubs ADFC lädt alle zwei Jahre gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium zur dreimonatigen Online-Befragung ein. Die Ergebnisse sind wichtige Handlungsanweisungen für die Kommunen. Denn so erfahren Politik und Verwaltung aus erster Hand, was schon gut ist und wo noch nachgebessert werden muss.    

Axel Fell, Landesvorsitzender des ADFC NRW, sagt:

„Der Fahrradklima-Test ist die beste und zudem noch kostenlose Marktforschung, die jede Kommune nutzen sollte.  Denn hier kommen die zu Wort, die im Alltag in den Städten in Nordrhein-Westfalen unterwegs sind und ihr Wissen aus erster Hand weitergeben. Das ist Gold wert!“

Beim letzten Mal (2020) beteiligten sich bundesweit rund 230.000 Menschen, allein  60.000 aus NRW. Diesen Teilnahmerrekord will der ADFC NRW in diesem Jahr toppen. Denn je mehr Leute und Städte mitmachen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse und umso effektiver kann Radfahren verbessert werden, sagt Annette Quaedvlieg, stellvertretende Landesvorsitzende des ADFC-NRW:

„Wenn Radfahren als gefährlich wahrgenommen wird, hält das die Leute vom Umstieg aufs Fahrrad ab. Der Fahrradklima-Test ist daher ein wichtiger Schritt, um Sicherheitslücken zu entlarven, Radfahren attraktiver und unsere Städte lebenswerter zu machen.“

So schnitten NRW-Städte 2020 ab:
Gute und befriedigende Schulnoten erzielten Städte aus dem Münsterland wie Bocholt, Münster, Reken, Wettringen und Meckenheim im Rhein-Sieg-Kreis. Zuletzt belegten Städte aus NRW in fünf der sechs nach Städtegrößen aufgeteilten Kategorien den letzten Tabellenplatz. So auch die Städte Essen, Dortmund und Köln, die von den 14 deutschen Großstädten über 500.000 Einwohner die Schlusslichter waren.

Die am häufigsten genannten Kritikpunkte waren nicht durchgängige Radwegnetze, kaputte und zu schmale Oberflächen und zum Beispiel fehlende Falschparkerkontrolle. 

Fokus 2022: Ländlicher Raum  

Der besondere Fokus liegt beim „FKT 2022“ beim ländlichen Raum, denn hier sind die Fahrradinfrastruktur und Alternativen zum Auto besonders schlecht.

Bis Ende November kann online abgestimmt werden unter www.fahrradklima-test.adfc.de

Hinweis an Redaktionen:

Logos und Grafiken zum ADFC-Fahrradklima-Test finden Sie im Pressebereich des ADFC NRW auf nrw.adfc.de/presse

Gerne vermitteln wir Interviewpartner:innen auch für Ihre lokale Berichterstattung.

Wir freuen uns, wenn Sie den Aufruf zur Abstimmung auf www.fahrradklima-test.de sowie den Hashtag #fkt22 weiter verbreiten, denn der Test wird umso aussagekräftiger, je mehr Radbegeisterte teilnehmen.

Über den ADFC NRW
Der ADFC NRW e.V. ist mit mehr als 55.000 Mitgliedern der größte Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. In 40 Kreisverbänden und rund 100 Ortsgruppen sind wir vor Ort aktiv. Wir setzen uns für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik ein, fahren gemeinsam Touren und beraten in allen Fragen rund um das Fahrrad. Als Landesverband werben wir in Politik, Ministerien und Verbänden für eine Verkehrspolitik, die die Potentiale des Fahrrades ausschöpft. Dabei steht die Entwicklung einer umfassenden Radverkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt: ein einheitliches Radverkehrssystem für Alltags-, Freizeit- und Urlaubsradfahrer*innen mit hohen Qualitätsstandards und guten Serviceeinrichtungen.

Kontakt
Ludger Vortmann
Pressesprecher
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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club NRW e.V. (ADFC NRW)
Landesverband NRW
Karlstr. 88, 40210 Düsseldorf
Tel. 0211-6870813
Mobil 0151-67534402
Mail: presse@adfc-nrw.de
Internet: www.adfc-nrw.de

 

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Axel Fell, Landesvorsitzender ADFC NRW

Copyright: ADFC / Ralf Deinl

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Portrait Annette Quaedvlieg, stellvertretende Landesvorsitzende des ADFC NRW

Annette Quaedvlieg

Copyright: Privat

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Opa mit Enkelkindern auf Radweg

Radfahren mit den Enkelkindern

Copyright: ADFC | April Agentur

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Radfahrerin von hinten in Kleinstadt

Radfahren in der Kleinstadt

Copyright: ADFC | April Agentur

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Radfahrende auf der Landstraße neben Auto

Radfahren auf der Landstraße

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geschützter Radweg

Geschützter Radstreifen

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Radfahren in der Stadt

Radfahren in der Stadt

Copyright: ADFC | April Agentur

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Radfahren in der Stadt

Radfahren in der Stadt

Copyright: ADFC | April Agentur

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https://bochum.adfc.de/pressemitteilung/fahrradklima-test-2022-vom-1-september-bis-30-november-2022-2-1

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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