Gute Lösung für den Radweg auf der Wittener Straße
Die Wittener Straße in Bochum-Ost: Nach über vier Jahren gibt es eine Lösung, die der ADFC Bochum begrüßt. Kritik bleibt wegen Tempo 70 – gefordert wird Tempo 50. Baubeginn ist im Herbst.

Nachdem der Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur bereits Ende 2021 beschlossen hatte, auf der Wittener Straße zwischen Ümminger Straße und Alte Wittener Straße beidseitig Radwege anzulegen, liegt nun endlich eine Lösung vor, die auch der ADFC Bochum ausdrücklich begrüßt.
Erst nach vier Jahren präsentierte die Verwaltung einen konkreten Plan. Dieser stieß jedoch sowohl bei SPD und Grünen im Bochumer Osten als auch beim ADFC auf Kritik. Vorgesehen war lediglich auf einem Teilstück ein beidseitiger Radweg. Für Radfahrer:innen auf der Strecke vom Kemnader See nach Langendreer hätte dies bedeutet, die Straße zweimal queren zu müssen.
Die jetzt gefundene Lösung sieht auf beiden Seiten einen durchgehenden Radweg vor, der jeweils einen Fahrstreifen nutzt. Zusätzlich wird auf der südlichen Seite bis zum Abzweig der Veloroute 2 in Höhe der Alten Ümminger Straße die Nutzung in Gegenrichtung ermöglicht.
Marek Nierychlo, Vorsitzender des ADFC Bochum, erklärt: „Wir freuen uns, dass nun eine gute Lösung gefunden wurde. Aus Sicherheitsgründen weisen wir jedoch auf einen kritischen Punkt im Planungsentwurf hin. Problematisch ist, dass unmittelbar neben dem vergleichsweise schmalen Zweirichtungsradweg Kraftfahrzeuge mit Tempo 70 oder mehr unterwegs sind und Radfahrer:innen entgegenkommen. Besonders nachts und bei ungünstigen Wetterverhältnissen können Blend- und Sichtprobleme durch starke Scheinwerfer entstehen. Hier setzt sich der ADFC für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 50 ein.“
Die Wittener Straße im Bochumer Osten ist eine wichtige Achse für den Radverkehr. Sie verbindet die Bochumer Innenstadt sowie die Universität und das Technologiequartier mit Bochum-Langendreer und stellt darüber hinaus eine zentrale Pendelstrecke in Richtung Dortmund dar. Gestern hat der Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur den überarbeiteten Beschlussvorschlag der Verwaltung angenommen. Der Baubeginn ist für den Herbst dieses Jahres vorgesehen; die Bauzeit wird voraussichtlich rund 18 Monate betragen.
Ein besonderer Dank gilt den Bezirksfraktionen von SPD und Grünen in der Bezirksvertretung Ost. Mit ihrem klaren Plädoyer für Radwege auf beiden Seiten haben sie maßgeblich zu dieser Lösung beigetragen.