ICFF: Animationsfilm „27“ gewinnt die Goldene Kurbel - ADFC Bochum

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Bochum e. V.

ICFF: Animationsfilm „27“ gewinnt die Goldene Kurbel

20 Jahre International Cycling Film Festival: Vor ausverkauftem Haus in den Herner Flottmann-Hallen gewann die ungarisch-französische Produktion „27“ von Flóra Anna Buda die begehrte „Goldene Kurbel“.

Stil des Animationsfilm "27" © Flóra Anna Buda

Am vergangenen Wochenende feierte das International Cycling Film Festival (ICFF) sein 20. Jubiläum mit einem ausverkauften Programm in den Flottmann-Hallen in Herne. Der Hauptpreis des Festivals, die Goldene Kurbel, ging an den ungarisch-französischen Animationskurzfilm „27“ von Flóra Anna Buda.

Goldene Kurbel für „27“

Der visuell wie emotional eindrucksvolle Film erzählt die Geschichte einer jungen Ungarin an ihrem 27. Geburtstag. Noch im Elternhaus lebend, ist ihr Alltag von Enge, von Frustration sowie vom starken Wunsch nach Ausbruch geprägt. In eindringlichen Bildern verschränken sich Traumsequenzen mit der Realität, zu der auch eine symbolträchtige Fahrradfahrt mit anschließendem Fahrradsturz gehört, die Freiheitwillen und Verletzlichkeit zum Ausdruck bringen.

„27“ wurde bereits bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme für den besten Kurzfilm ausgezeichnet und hat nun auch die Jury des ICFF überzeugt.

Großer Preis der Jury geht nach Frankreich

Den zweiten Platz, den Großen Preis der Jury, erhielt der französische Regisseur Yannick Muller für seinen Film „Malo fait du vélo“. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Julien, einem jungen Autisten mit dem Wunsch nach einer Freundin, und seinem Bruder Malo, der sich fürsorglich um ihn kümmert. Als beide auf Malos Ex-Freundin Mia treffen,  entfaltet sich eine verwicklungsreiche Geschichte über Liebe und Verantwortung.

Doppelter Erfolg für „Kutyuppen“

Der dritte Platz sowie der Publikumspreis gingen an die niederländische Komödie „Kutyuppen“ („Fucking Yuppies“) von Thorn de Vries. Der Film ist der erste Festivalbeitrag, der sich mit Elektrorädern beschäftigt, mit denen es allerdings im Verlauf des Films und zur großen Freude des Publikums kein gutes Ende nimmt.

Souvenir Albert Richter für „Le Tour“

Ein weiterer herausragender Preis des Festivals ist das „Souvenir Albert Richter“, mit dem der beste Radsportfilm ausgezeichnet wird. In diesem Jahr geht die Ehrung in die USA: Johnny Yager erhält die Auszeichnung für seinen Film „Le Tour“.

Zudem würdigte die Jury den Bochumer Filmemacher Marc Papenheim. Für sein Werk „Biss auf den Schlauch“ wurde er mit einer Honorable Mention in der Kategorie „Bester Vampirfilm“ ausgezeichnet.

Großer Zuspruch beim Jubiläumsfestival

Mit rund 800 Besucher:innen am gesamten Wochenende, darunter über 300 beim Hauptprogramm, verzeichnete das Festival einen Publikumsrekord. Zahlreiche Filmschaffende, Künstler:innen und Festivalmacher:innen aus dem In- und Ausland waren vor Ort, um ihre Werke persönlich vorzustellen und die Abende zu gestalten. Das Festival wurde vom österreichischen Autor, Lyriker und Slam-Poeten Yannick Steinkellner moderiert.

Über das International Cycling Film Festival

Das International Cycling Film Festival wurde 2006 gegründet und widmet sich Filmen, die das Fahrrad zum Thema haben. Die Eröffnung findet jährlich in den Flottmann-Hallen in Herne statt; anschließend wird das Programm auf etwa 20 Gastspielen im In- und Ausland gezeigt. Veranstaltet wird das ICFF vom Europäischen Büro für Filmkunst und Fahrradkultur e.V. Die Goldene Kurbel gilt als bedeutendster Preis für Fahrradfilme weltweit und „Oscar des Fahrradfilms“.


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