
Demo startet am Rathaus © Cristobal Marquez
Demonstration zeigt: Radfahren macht glücklich
Mehr als 250 Menschen folgten am 3. Oktober dem Aufruf des ADFC Bochum zur Fahrrad-Demo unter dem Motto „Weil Radfahren glücklich macht“. Mit bunt geschmückten Rädern, guter Laune und viel Musik ging es vom Rathaus aus quer durch die Stadt.
Mit ihrer Demo wollten die Radfahrenden zeigen, das ihre Art der Fortbewegung für so viel mehr steht: für Gesundheit, Klimaschutz, Lebensqualität, Freunde, direkte Kommunikation, Spaß und Freiheit. Dabei waren die Fahrräder so unterschiedlich wie die Menschen und ihre jeweiligen Bedürfnisse. Diese Fahrradkultur wollten sie auf die Straße tragen – und das ist ihnen gelungen.
Am Stand des ADFC deckten sich die Teilnehmenden zu Beginn der Demo mit Infomaterialien und Aufklebern, aber auch mit Windrädern und Luftballons ein, um ihre Räder zu schmücken. Der Vorsitzende des ADFC Bochum, Marek Nierychlo, blickte von der mobilen Bühne – auch sie kam per Fahrrad – auf die gut gelaunten Menschen und wies in seiner Begrüßung auf die vielen Vorteile des Radfahrens hin. Bevor es auf die knapp zweistündige Tour durch die Stadt ging, überbrachte Timo Giese als Landessprecher den Teilnehmenden einen herzlichen Gruß des Jungen ADFC NRW.
Mehr Radverkehr braucht sichere Wege
Natürlich ging es den demonstrierenden Menschen nicht nur darum, das Radfahren zu feiern. Sie wollten auch zeigen, dass im Alltag so viel mehr möglich ist, wenn die Infrastruktur es erlaubt. Wer mehr Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad bewegen möchte – und angesichts der knapper werdender Energieressourcen verstopfter Städte ist das ein wichtiges Ziel –, muss ihnen eine Umgebung bieten, in der sich Kinder, Familien, Berufspendelnde und ältere Menschen gleichermaßen sicher fühlen.
So führte der Demonstrationszug teils über Straßen, bei denen die Infrastruktur noch dringend verbessert werden muss, zeigte aber auch positive Ansätze: Straßen mit breiten Radfahrstreifen und einen Abschnitt des Radschnellwegs RS1, der leider auch nach so vielen Jahren nur stückchenweise existiert.
Fahrrad-Prämierung und Musik zum Abschluss
Nach der Tour war der Tag noch noch lange nicht vorbei. An der KoFabrik klang die Demo bei einem fröhlichen Miteinander aus. Prämiert wurde unter Beifall ein geschmücktes Kinderrad, mit dem das radelnde Mädchen auch zur Schule fährt.
Michael Höffken, auf Instagram durch seine Reels als Mischalala bekannt, brachte mit seinem Ruhr-Blues die passende Stimmung mit. Anschließend spielte und sang der Musiker KES seinen Fahrrad-Song.
So endete ein Tag, der vor allem eines gezeigt hat: Radfahren kann Fortbewegung sein – aber eben auch Gemeinschaft, Lebensfreude und ein Stück Freiheit.




















