
Rundtour: Sprung über die Emscher
Ziel dieser Tour ist das Emscherland im Norden von Castrop-Rauxel. Die hier beschriebene und in Komoot veröffentlichte Tour startet in Bochum-Querenburg auf dem Buscheyplatz.
Bis Bochum-Gerthe orientiert die Tour sich im Wesentlichen am Verlauf des Parkway Emscher-Ruhr. Der Einstieg kann aber auch über andere Wege erfolgen, z.B. über die Lothringentrasse bis Bochum-Gerthe. In Gerthe verlassen wir den Parkway, der auf schwierig zu befahrenen Wegen durch das Naturschutzgebiet Langeloh führt, und wählen lieber den Weg an der Landmarke Gerthe vorbei zum landschaftlich sehr schönen Radweg R10, der uns ein Stück durch den landschaftlich reizvollen Herner Süden führt.
Nach 4 km erreichen wir wieder den Parkway Emscher-Ruhr. Bevor es weiter Richtung Rhein-Herne-Kanal geht, bietet sich ein Abstecher in die wunderschöne Siedlung Teutoburgia an. Man sollte auch nicht versäumen, einen Blick auf das Wasserschloss Bladenhorst zu werfen, das man allerdings nicht innen besichtigen kann. Kurz danach erreichen wir den Rhein-Herne-Kanal.
Wir radeln diesen entlang und gelangen zu unserem Ziel, der neuen Brücke „Sprung über die Emscher“ im Natur- und Wasser-Erlebnis-Park Emscherland. Wenn man sich auf die Emscherterrassen begibt, hat man einen herrlichen Blick auf den neugeschaffenen Emscherpark mit der neuen Brücke und dem Gelände der IGA 2027. Hier oder auf den Stufen der Brücke ist Gelegenheit für ein Picknick der mitgebrachten Speisen. Eine Gastronomie findet man in diesem Bereich nicht.
Die neue Brücke überquert mit einer Länge von über 400 Metern den Rhein-Herne-Kanal und die Emscher im Bereich des sogenannten Emscherdükers. Das ist die Stelle, an der die Emscher unter dem Kanal her fließt.
Die Brücke wurde Ende 2024 eingeweiht und hat annähernd eine S-Form. Es gibt praktisch kein Teilstück, das geradeaus führt. Aufgrund der besonderen Lage überquert sie die Emscher gleich zweimal. Neben einem Fußweg führt auch der Emscherradweg über sie. Auf der Brücke sind Sitzgelegenheiten mit Aussichtsplattform eingerichtet.
Wer möchte, kann am Rhein-Herne-Kanal bis zum Schleusenpark Waltrop weiterradeln. Wir bleiben auf unserer Tour jedoch auf dem Emscherradweg, den wir hinter dem Ortsteil Ickern Richtung Süden verlassen. Als kurze Abstecher bieten sich der Hammerkopfturm der Zeche Erin mit dem keltischen Baumkreis und die Fahrt auf die Halde Schwerin mit einem wunderbaren Rundblick über das Ruhrgebiet an.
Die Strecke führt uns weiter nach Dortmund-Frohlinde. Der am Weg liegende Biergarten „Tante Amanda“ lädt zur Einkehr ein. Gut gestärkt geht es nach Dortmund-Bövinghausen mit der Zeche Zollern, auf die man unbedingt einen Blick werfen sollte. Seit Ende 2024 muss man, um nach Bochum zu gelangen, nicht mehr über den Bövinghauser Hellweg fahren. Nach eineinhalbjähriger Bauzeit ist jetzt die Fortführung der Lothringentrasse in Gerthe bis an die Stadtgrenze Castrop-Rauxel fertig. Die Ausbaustrecke beginnt an der Straße „An der Halde“ Ecke Dieselstraße und führt etwa 900 Meter bis zur Bövinghauser Straße. Auf diesem Teilstück der ehemaligen Anschlussbahn Zeche Lothringen führt der neue Radweg „Lothringen II“ uns zur Dieselstraße in Gerthe. Ab hier fahren wir zurück zum Ausgangspunkt der Tour.
Die Tour hat bei Start und Ziel in Querenburg eine Länge von ca. 60 km. Dabei sind etwa 350 Höhenmeter zu bewältigen. Sie führt weitgehend über ausgewiesene Radstrecken oder wenig befahrene Straßen. Im Rahmen der Donnerstagstouren bietet der ADFC Bochum am 12.Juni diese oder eine ähnliche Tour mit fachkundiger Führung über das IGA-Gelände 2027 an.