Kommt die ERA 2023? - ADFC Bochum

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Bochum e. V.

 Visualisierung Protected Bike Lanes in Berlin

Visualisierung Protected Bike Lanes in Berlin © SenUVK/Visualisierung Bloomimages

Kommt die ERA 2023?

Schon lange wird darauf gewartet. Auf die neuen Empfehlungen zur Errichtung von Radverkehrsanlagen (ERA). Diese kommen vermutlich in diesem Jahr.

Einer der Standards für Radwege ist die sogenannte ERA: die Empfehlungen zur Errichtung von Radverkehrsanlagen. Die letzte Variante datiert von 2010 und ist daher inzwischen hoffnungslos veraltet. Die neue ERA wird schon seit längerem erwartet. Vor kurzem hat die zuständige Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) mitgeteilt, dass die neuen maßgeblichen Regelwerke, die dann bei den Planungen für die Kommunen als „Stand der Technik“ verbindlich sind, derzeit in den Gremien abgestimmt werden.

Radwege, Radfahrstreifen und Schutzstreifen für den Radverkehr müssen dann breiter als bisher geplant und umgesetzt werden. So sollen Radwege dann mindestens 2 Meter breit sein statt 1,60 Meter. Bei Radschnellwegen gilt ein Maß von 3 Metern pro Fahrtrichtung. Auf der Fahrbahn befindliche Schutzstreifen sollen mindestens 1,50 Meter breit sein (statt bisher 1,25 Meter) - und wenn möglich noch breiter.

Neben der ERA werden weitere neue Regelwerke (RASt, EAR, ERA, EFA) erarbeitet. Im Vordergrund stehen neben der Klimarelevanz und der Barrierefreiheit die Verkehrssicherheit und -qualität insbesondere für den Fuß- und Radverkehr. Erst im Zusammenspiel mit allen Regelwerken wird beispielsweise deutlich, dass heutzutage eine Springorumtrasse nicht als gemeinsamer Geh- und Radweg geplant werden könnte.

Was jedoch bei der Ankündigung der FGSV irritiert: Laut der Ankündigung werden die neuen Entwurfsregelwerke den Fuß- und Radverkehr bevorzugen, während die bisherigen Regelwerke „alle Verkehrsarten gleichberechtigt betrachtet [hat]“.

Ob diese Gleichberechtigung wirklich immer Grundlage der Planungen war sei mal dahingestellt…

alle Themen anzeigen

Verwandte Themen

ADFC Bochum begutachtet Radfahrinfrastruktur in der City

Der ADFC Bochum hat Anfang März den Innenstadtbereich befahren, um gemeinsam nicht radfreundliche und teilweise…

Kabeisemannsweg / Erzbahntrasse

Erzbahntrasse/Kabeisemannsweg: keine Bevorrechtigung, obwohl politisch gewollt?!

Wenn es die geplante Bevorrechtigung der Erzbahntrasse zum Kabeisemannsweg nicht geben kann, sollte die Stadt eine…

ADFC Bochum begrüßt Veloroute 2 Plan und erwartet schnelle Umsetzung

Der ADFC begrüßt den Plan zur Veloroute 2 der Verwaltung, mahnt jedoch die Politik, die selbstgesteckten Ziele und…

Erste Veloroute bestätigt Herausforderungen des Konzepts

Der Bau der Bochumer Veloroute 1 hat begonnen, bietet aber Herausforderungen. Die Route entspricht nur in etwas der…

Spatenstich

Radschnellweg 1: Spatenstich für die nächsten 3,2 Kilometer in Bochum

Verkehrsminister Oliver Krischer hat gemeinsam mit Dr. Petra Beckefeld vom Landesbetriebs Straßenbau NRW mit einem…

Viele Herausforderungen für sicheres und entspanntes Radfahren in Bochum

Radeln in Bochum bleibt riskant: Bei ADFC-Diskussion mit OB-Kandidat:innen wurde klar – marode Wege, Lücken im Netz und…

Sperre am Weihnachtsmarkt (mit Radspur)

Alle Jahre - wieder zu wenig Fahrradparkplätze am Weihnachtsmarkt?

"Alle Jahre wieder" - kommt Weihnachten auf uns zu. Und was bedeutet das für den Radverkehr - beispielsweise in Sachen…

gemeinsamer RadGehweg Hiltroper Straße

Mehr Sicherheit auf Wittener Strasse

Zu den Kernforderungen des ADFC Bochum gehören sichere Radwege entlang der Einfallstraßen. Umfahrungen wie an der…

Eingang Schulstraße

Schulstraßen – Sichere Schulwege für alle

Immer mehr Städte und Gemeinden setzen sich für Schulstraßen ein. Das Konzept ist einfach: In definierten Zeitfenstern,…

https://bochum.adfc.de/artikel/kommt-die-era-2023

Bleiben Sie in Kontakt